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aus: Deutsche Umschau Ausgabe NRW - Aug./Sept. 2006 - Nr. 8/9

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Bezugshinweise für die Deutsche Umschau


Junge Generation:
Junge Ostpreußen wieder in Bochum dabei
Jugendgruppe aktiv in die Arbeit des Kreisverbandes eingebunden

Der Bund Junges Ostpreußen aktiv im KreisverbandBereits im April 2006 beteiligte sich der Bund Junges Ostpreußen zum dritten Mal am traditionsreichen Maiabend fest in Bochum.

Der Umzug, der jedes Jahr durch die Innenstadt zu dem Vorort Harpen führt, geht wahrscheinlich auf eine Fehde zwischen Bochum und Dortmund zurück. Der geschichtliche Hintergrund scheint heutzutage keine sehr wichtige Rolle zu spielen, denn selbst eingefleischte Bochumer sind oftmals nicht in der Lage, den Ursprung des Maiabendfestes zu erläutern.

Nachdem sich die BJO-Truppe in der Ostdeutschen Heimatstube wie üblich in Elche verwandelt hat, begab man sich mit einer altwürdigen ostpreußischen Fahne an der Spitze zum Ausgangspunkt. Nach einerkurzen Begrüßung durch die offiziellen Vertreter der Stadt Bochum sowie durch die Organisatoren der Veranstaltung zogen die vielen am Zug teilnehmenden Vereine und Verbände unter den „blau-weißen" Zurufen von Tausenden von Zuschauern nach Harpen. Unterwegs herrschte, wie immer, eine freundliche, aufgeschlossene Stimmung, wobei die Kameradschaft unter den mitziehenden Gruppen besonders hervorzuheben ist. Das Wetter meinte es gut mit den Elchen und bescherte ihnen erst zum Ende des Marsches einige heftige Regentropfen, die jedoch nicht imstande waren, gute Laune zu verderben.

Nach der Rückkehr in die Heimatstube, diesmal mit dem Bus, und nach der Besichtigung des Hauses widmete man sich der Geselligkeitspflege.

Der BJO ist kein „Spaßverein", denn im Vordergrund steht immer das Ideelle. Trotzdem sieht der BJO in der Teilnahme an derartigen Veranstaltungen eine Möglichkeit der Öffentlichkeitsarbeit. Es besteht schließlich großes Interesse daran, Flagge zu zeigen und den durchschnittlichen Bundesbürgern vor Augen zu führen, daß es nicht nur die Älteren sind, die zu unserer ostpreußischen Heimat stehen, es sind junge und jüngere Leute, die sich schon selbst aus dem nationalen Bewußtsein und der einzigartigen Schönheit Ostpreußens heraus für das Land im Osten begeistern. Und wenn man an die Öffentlichkeit herantreten will, sollte man sich auch des Karnevals im Rheinland oder des Maiabendfests im westfälischen Bochum bedienen. Wer sich an einer solchen Werbemaßnahme beteiligt, hat aber nicht nur die großen Ziele vor Augen, sondern es geht auch um regen Gedankenaustausch und frohe Geselligkeit.

An dieser Stelle sei unseren rußlanddeutschen Mitkämpfern gedankt, die unter unserer ostpreußischen Fahne mitzogen.

Es waren schöne Augenblicke und es steht bereits fest, daß der Bund Junges Ostpreußen auch nächstes Jahr dabei sein wird. Es ist zu hoffen, daß auch die etwas weniger aktiven Freunde Ostpreußens durch ihren Einsatz die Wichtigkeit unserer Ziele unterstreichen. Denn die Teilnahme bereitete nicht nur den „Elchen" große Freude, sondern auch vielen Zuschauern, was die zahlreichen, überaus freundlichen Zurufe des Bochumer Volkes belegten. - R. Schmelter

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Bund Junges Ostpreußen in Dortmund

Wegen zweier interessanter Ausstellungen beschloß der Bund Junges Ostpreußen, am 12. März eine Exkursion nach Dortmund durchzuführen. Dies fand in Zusammenarbeit mit der Ortsgruppe Dortmund der Jungen Deutschen aus Rußland statt.

Wir waren somit bestrebt, an die letztjährige gemeinsame Weihnachtsfeier mit den Jungen Deutschen aus Rußland (JDR) anzuknüpfen.

„Jacken können Sie anlassen, denn die Führung wird teilweise übers Freigelände gehen" - das waren die einleitenden Worte unserer Führerin in der Ausstellung Aufbau West.

Und so ließen wir die Jacken an und die Führung konnte beginnen. Es war eine sehr lebendige Führung, da wir u. a. in einem Waggon waren, der die physische und psychische Situation der Flüchtlinge und Vertriebenen hautnah spürbar machte. Gepaart mit einer Führerin, deren Großmutter selbst aus dem westpreußischen Thorn fliehen mußte, war die Führung besonders authentisch, da auf diese Art und Weise das Gefühl einer Verbindung zwischen dem Gesagten und der Ausstellung selbst entstand.

Danach wurde es hektisch, denn unsere nächste Führung sollte eine Stunde später stattfinden, und da wurde noch angefangen, mit der Führerin zu diskutieren. So war ich als stellv. Regionalvorsitzender gezwungen, ein bißchen Dampf zu machen, damit wir wenigstens etwas im Zeitplan bleiben. Aber zu dem Zeitpunkt hinkten wir dem schon längst hinterher.

Miteiner kleinen Verspätung (daran sieht man, daß wir schon assimiliert wurden, denn echte Ostpreußen kommen nie zu spät) waren wir in der zweiten Ausstellung der „Kleinen Nationalgalerie". Dies ist eine Leihgabe aus dem Berliner Nationalmuseum und umfaßt Bilder, die über Jahrzehnte nicht der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt wurden.

Leider stellte sich die Führerin dort als lateinamerikanische Expertin vor, die zwar ein gewisses Wissen hatte, aber dies war mehr oberflächlich und nicht tiefgehend genug. Während der Führung fingen die Mägen laut an zu knurren. Da wurde die Frage lauter, ob es denn gleich etwas geben würde. Ich beruhigte alle mit dem Wissen, daß schon früh morgens alles in der Heimatstube für den Abend vorbereitet worden war.

In der Heimatstube folgte ein gemütlicher Abend bei Kaffee, Kuchen und Salaten. Natürlich sollte das nicht alles gewesen sein, daher war ein kleiner Spieleabend vorbereitet worden. Mit dem Ziel, daß sich der BJO und die JDR besser kennenlernen. Und so kam es auch. Es wurde gelacht und gesungen und alle waren sich einig, daß es eine gelungene Aktion war.

Frau Möller, die stellv. BDV-Vorsitzende von NRW war bei der Ausstellung Aufbau West dabei und nahm die Führung mit Mikrofon auf. Diese wird in naher Zukunft in ihrer Radiosendung in Münster gesendet. - Stefan Hein

Auch beim 10. Ostpreußentreffen auf Schloß Burg war die Junge Generation mit dabei. Hier am Stand des „Café Lorbaß", daß sich eines regen Besucherzustroms erfreute. - Für weitere Infos zum kleinen Ostpreußentreffen Bild anklicken!

Auch beim 10. Ostpreußentreffen auf Schloß Burg war die Junge Generation mit dabei.
Hier am Stand des „Café Lorbaß", daß sich eines regen Besucherzustroms erfreute.
Für weitere Infos zum kleinen Ostpreußentreffen Bild anklicken!

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Besuch des Museums für rußlanddeutsche Kulturgeschichte

Am Samstag, den 28. Oktober 2006 macht die AG Junge Generation im BdV NRW einen Ausflug in die rußlanddeutsche Kulturgeschichte. Dabei stehen der Besuch des gleichnamigen Museums in Detmold sowie ein Abstecher zum Hermannsdenkmal mit einem kurzen Vortrag eines ortsansässigen Studenten auf dem Programm. Eine Veranstaltung, die sicher nicht nur für Rußlanddeutsche interessant ist, sondern für jeden historisch und politisch interessierten .Deutschlandfan".

Treffpunkt ist vor dem Museum in Detmold, Georgsstr. 24 um 11 Uhr. Um Anmeldung wird gebeten. Ansprechpartner sind Eleionora Faust (eleonora.faust@bdv-nrw.de) und David Bergius (david.bergius@bdv-nrw.dę).

Weitere Informationen auch beim: Bund der Vertriebenen, Landesverband NRW e.V., Gerhart-Hauptmann-Haus, Bismarckstr. 90 40210 Düsseldorf, Tel. +49 (0)211 350 361, Fax+49 (0)211 36 96 76, info@bdv-nrw.de, www.bdv-nrw.de.

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Junge Deutsche aus Rußland:
"Zusammenleben aktiv gestalten"

Unter dem Moto „Zusammenleben aktiv gestalten" lud das Institut für Migrations- und Aussiedlerfragen junge Zugewanderte aus der ehemaligen Sowjetunion, die sich in der ehrenamtlichen Jugendarbeit engagieren, zu einem Sommerseminar vom 31. Juli bis zum 6. August 2006 nach Oerlinghausen ein. Dieses Seminar wurde in Kooperation mit DJO Deutsche Jugend in Europa und JDR Junge Deutsche aus Russland Dortmund durchgeführt.

Im Laufe der Woche lernten 17 junge Menschen im Alter von 16 bis 24 die Grundprinzipien der Erlebnispädagogik und interkulturellen Kommunikation kennen. Stereotypen und Vorurteile und was man dagegen machen kann; Multikulturelle Gesellschaft, und was das für die einheimische Bevölkerung bedeutet; Hochwasser und wie die bessere Kommunikation zwischen den europäischen Ländern die großen Verluste verhindern konnte- zu diesen Themen entwickelten die Teilnehmer die Projekte. Laut der Umfrage, die eine Projektgruppe in der Stadt Oerlinghausen durchgeführt hat, haben 60% der Umgefragten Bekannte mit dem Migrationshintergrund, 40% sehen die Zuwanderung eher positiv, die Zahl der Aussiedler wird aber von den meisten Respondenten unterschätzt.

Lustige Spiele, ernsthafte Projekte und gemeinsame Abende mit Singen und Tanzen schufen eine warme vertrauensvolle Atmosphäre und schweißten die Gruppe zusammen, so, dass beim Abschied den meisten Teilnehmern Tränen kamen und keiner nach Hause fahren wollte. Die Ferien sind aber zu Ende, und die Jugendlichen müssen wieder in die Schule, um so ihre anständige Zukunft zu sichern. Und die neu gewonnenen Freunde und die Erinnerungen an die schöne Woche bleiben in ihren Herzen. - Elena Bechtold

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Strafzettel von deutscher Polizistin in Kattowitz ist kein Witz

Zu ihrer Dienststelle kommt sie mit einem, vom Vater geliehenen, schweren Motorrad mit deutschen Kennzeichen, spricht mit ihren Vorgesetzten - entgegen der Gepflogenheiten! - „po schlonsku" (d. h. in einem waschechten „Wasserpolnisch") und trägt die Uniform einer deutschen Polizistin! Die Rede ist von der zukünftigen Polizeikommissarin Margarethe Schaffartzik aus dem Rheinland, die vor 24. Jahren im oberschlesischen Sohrau geboren wurde.

Vor 16. Jahren siedelte die Familie Schaffartzik in die Bundesrepublik Deutschland aus. Als diesjährige Absolventin der Polizeischule in Köln konnte sie für ihre Praktikumsstelle sich eine beliebige Stadt in Europa aussuchten, doch sie musste nicht viel nachdenken. Da in Oberschlesien noch ihre beiden Großmütter und eine Tante leben, war der Entschluss schnell gefasst: Es soll Kattowitz sein! Schnell hat sie die „Herzen" der polnischen Kollegen erobert, denn die deutsche oberschlesische langhaarige blonde Kollegin macht eine gute Figur, und zwar nicht nur in Uniform oder dem Mottorad.

Sie ist eine leidenschaftliche Fußballerin, spielt selber im FC Frendcrberg 09 und erzielte in der letzten Saison fünf Tore für ihre Mannschaft. Und offen gibt sie gegenüber einer polnischen Zeitung zu, dass sie stets für die Klinsmann-Elf die Daumen bei der diesjährigen Weltmeisterschaft drückte, auch dann als diese mit der polnischen Nationalmannschaft spielte - eine Tatsache, die man ungern in Polen hört, vor allem dann, wenn sie junge oberschlesische Aussiedler bewusst sagen. - DS


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Quelle:
Deutsche Umschau Ausgabe NRW - Aug./Sept. 2006 - Nr. 8/9
Bezugshinweise für die Deutsche Umschau



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Stand: 01. Juli 2018